Deponia Doomsday im Test

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Viele Fans haben es sicher bereits erwartet – der vierte Deponia Titel ist endlich da. Daedalic Entertainment hat uns eine Kopie von Deponia Doomsday zugeschickt. Wie es sich in unserem Test geschlagen hat, seht ihr hier!

Sie haben es wieder getan! Entwickler Daedalic Entertainment meldet sich mit einem seiner großen Flagschiffe zurück. Mit Deponia Doomsday gibt es ein neues Abenteuer in der Welt von Deponia, dass es zu bestreiten gilt. Daedalic Entertainment hat mir einen Key zur Verfügung gestellt, um ihr Spiel einmal unter die Lupe zu nehmen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich lange kein Point & Click Adventure mehr gespielt habe und ich deswegen keinen wirklichen Vergleich zu anderen Spielen aus diesem Spielgenre ziehen kann, dennoch konnte ich mir durch das Anspielen eine Meinung bilden. Ich denke euch ist damit auch klar, dass ich mich mit dem Deponiauniversum entsprechend wenig auskenne, da dies mein erster Deponia Teil war. Fangen wir mit meinem ersten Bewertungspunkt an. 

Story

Die Geschichte macht denk ich den größten Kern in den Deponiaspielen aus. So auch in diesem Teil. Da es sich bei Deponia Doomsday um ein Klickspiel handelt, muss das Spiel auch an dieser Stelle überzeugen! Wenn man schon keine mega Action und halsbrecherische Verfolgungsjagden und Co. versprechen kann, muss man einfach mit einer guten Geschichte überzeugen. Aber fassen wir den Anfang kurz zusammen: Das Spiel startet in einer eisigen Tundra. Wir steuern einen scheinbar unbekannten Charakter durch diese eisige Welt. Er sucht nach einer Bombe um Deponia zu retten (Ja, eine Bombe zur Rettung!). Auf dem Weg zur Bombe werden wir von mysteriösen Monstern verfolgt und auch mehr oder weniger angegriffen.

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Hier musste man durch logisches Denken versuchen den Monstern zu entkommen. Nach mehreren Angriffsversuchen der Monster kommen wir auch schließlich bei der besagten Bombe an, die wir schließlich auch mithilfe eines roten Knopfes zünden. Hier kommt auch raus wer sich hinter dem scheinbar unbekannten Charakter versteckt hat: Es war kein geringerer als Rufus, der bekannte Held aus den anderen Deponiaspielen.
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Die Bombe explodiert und löst den Plot des Spiels aus: Eine Zeitreise in die Vergangenheit! Rufus erwacht in seiner Unterkunft als wäre nie etwas Abnormales geschehen. Und ab hier geht die Geschichte erst richtig los. Ab hier möchte ich jetzt auch gerne aufhören über die Story zu schreiben. Ich möchte euch ja nicht Zuviel verraten. Ich kann nur so viel sagen: Dieser Zeitreiseplot führt zu vielen lustigen und skurrilen Verläufen in der Geschichte. Vielleicht meinen jetzt einige das Thema Zeitreisen wäre ausgelutscht. Dem möchte ich aber wiedersprechen. Klar, das Thema wurde von Film, Fernsehen und auch Videospielen schon öfter aufgegriffen. Spiele wie Bioshock Infinite und neuere Filme wie Star Trek (2009) sind auf den Zug aufgesprungen und haben auch bewiesen wie gut das Thema funktionieren kann. Ob der Plot bis zum Ende von Deponia Doomsday gut funktioniert, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen, aber bis zum von mir erspielten Punkt hat es das. Die Story hat es auf jeden Fall geschafft, mich zum Weiterspielen zu motivieren und das spricht denk ich für sich.

Steuerung

Point & Click Adventure trifft die Steuerung ganz gut. Das Spiel ist in sogenannten Szenen aufgebaut und in denen gilt es dann Rätsel zu lösen und mögliche nützliche Gegenstände zu finden. Man bewegt sich mit Hilfe der Maus und einfachen Linksklicks fort. Mithilfe der Leertaste werden mögliche Gegenstände zum Interagieren markiert. So übersieht man auf jeden Fall nichts. Der Cursor gibt dann die Art der Interaktion vor. Das Auge steht für Beobachten, oder Begutachten. Das Zahnrad, für Interaktion im eigentlichen Sinne. Neben den Rätseln kommt dann ab und zu dann doch leichte Action auf. Dies in Form von Klick- bzw. Buttonsmashing. Hier geht es darum, möglichst schnell zu Klicken und innerhalb der vorgegeben Zeit den Interaktionskreis zu füllen. Hat man dies geschafft, geht es dann in den meisten Fällen weiter zur nächsten Szene. Das Sammeln von nützlichen Gegenständen hab ich ja bereits angerissen. Wenn es in Spielen Gegenstände gibt, gibt es meistens auch ein Inventar. So auch in Deponia Doomsday. Das Inventar ist gänzlich einfach aufgebaut. Die Items landen ohne Sortierung direkt im Inventar, welches man einfach mit dem Tastenkürzel „I“ öffnen kann.

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Die Benutzung der Items erfolgt in Kombination mit den Interaktionspunkten der Szene. Dies erkläre ich am besten mit einem kurzen Beispiel: Ihr seht in einer Szene eine Tür mit einem einfachen Metallriegel. Dieser ist verschlossen und lässt sich nur „Begutachten“, wie das Cursorsymbol euch verrät. Es scheint in dieser Szene einfach nicht weiterzugehen. Ihr denkt nach und erinnert euch, dass ihr einen Bunsenbrenner dabei habt. Ihr drückt also „I“, wählt mit Linksklick euren Bunsenbrenner, macht das Inventar mit „I“ wieder zu und zieht den Bunsenbrenner auf den Metallriegel. Ihr bringt den Metallriegel zum Schmelzen und könnt so die nächste Szene betreten. Ihr seht also: So kommt der Rätselaspekt unteranderem ins Spiel.

Schwierigkeitsgrad

Die Altersfreigabe von 6 Jahren verrät im Großen und Ganzen bereits, dass es so schwer ja nicht sein kann. Will man meinen! Wer das denkt, dem kann ich nämlich wiedersprechen. In manchen Szenen muss man echt länger nachdenken. Manchmal übersieht man auch einfach etwas. Eine gute Beobachtungsgabe wäre auf jeden Fall für dieses Spiel von Vorteil. Ich muss sagen, ich habe bei manchen Szenen das Spiel gefrustet beendet. Aber es war überraschenderweise kein schlechter Frust. Nein, im Gegenteil. Ich habe das Spiel beendet und habe Abseits des Spiels weiter über die Szenen nachgedacht. Dies sah dann so aus, dass ich das Spiel zwar aus Frust beendet hatte, es aber nach vielleicht einer Stunde schonwieder angeworfen habe. Egal ob Kind oder Erwachsener: Hier muss jeder mit einem logischen Verstand an die Sache rangehen. So hat auch jeder Spaß: Ob Jung oder Alt.

Humor

Der Humor hat mich wahrscheinlich am meisten überrascht. Ich hab hier wirklich mit einem sehr kindlichen Humor gerechnet. Der Anfang hat mich bereits überrascht. Da wird einfach mal ein Witz mit Frank Zander gemacht. Welches Kind heutzutage kennt noch Frank Zander? Ich meine klar: Es gibt auch Witze die für Kinder gemacht wurden im Spiel. Aber im ähnlichen Maß auch für Erwachsene! Daedalic Entertainment hat hier wirklich einen sehr guten Spagat geschafft.

Grafik

Der Grafikstil überzeugt mit seiner Art. Die Szenenbilder sehen aus wie ein schön gemalter Cartoon. Es lohnt sich, die Details der Szenen auch in der Ferne anzusehen, da man dort oft Details entdeckt, bei denen man sich denkt: Wow, ist das schön.

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In der Bewegung der einzelnen Szenen muss ich aber leider Kritik äußern. Wenn sich Charaktere fortbewegen, habe ich das Gefühl, dass es an Smoothness fehlt. Mir kommen die Bewegungen einfach in diesem Punkt manchmal ein bisschen stotternd vor. Trotzdem: Im Großen und Ganzen überzeugt mich die liebevolle Grafik mit dem Sinn für Details.

Sound

Daedalic Entertainment ist bekannt für ihre spielespezifischen Songs. Man denke nur zurück an den Song „Nadel & Faden“ aus dem Spiel Harveys neue Augen. Ähnlich überzeugt der Zeitreise-Song gleich am Anfang. Danach sieht es aber erstmal mau aus was die Songs angeht. Braucht man finde ich aber auch nicht! Das Spiel überzeugt mit einer schönen Effektkulisse. Zerbrechende Scheiben, laufende Motoren, Explosionen: Für alles ist gesorgt.

Gut

  • Überzeugende Charaktere mit dem Drang zum Schwachsinn
  • Bezaubernde Grafik
  • Überzeugende Soundeffekte
  • Grandioser Humor für Kinder, sowohl für Erwachsene

Schlecht

  • Die Animationen der Charaktere kommen teilweise ein bisschen unflüssig rüber
  • Man hat es als Neuling sehr schwer sich in die Story reinzufinden
8.6

Toll

Spielspaß - 8
Grafik - 9
Sound - 9
Steuerung - 10
Handlung und Charaktere - 7

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