Eindrücke von der Role Play Convention 2017

Die Role Play Convention ist die Messe für alle Rollenspielfans, egal ob Larp, Games, Tabletop, Cosplay oder Pen&Paper, alle sind hier vertreten und können mal sehen, was die anderen RollenspielerInnen so treiben.

Eindrücke von der Role Play Convention 2017

Die RPC fand dieses Jahr in zwei Hallen und dem Außenbereich der Kölner Messe am 27. und 28.5.2017 statt. Wir waren am Samstag vor Ort und beschreiben hier unsere eigenen kleinen Eindrücke.

Im Außenbereich war ein sehr netter mittelalterlich angehauchter Markt aufgestellt und HändlerInnen wie Dunkelart, Mettwabe, Fabicon und andere stellten Waffen, Gewandung und Speiß & Trank aus. Dazu gab es eine nette Bühne, auf der Tommy Krappweis, Jan Hegenberg und andere spielten. Drumherum gab es die meisten Essensstände der Messe für alle Geschmacksrichtungen, also insgesamt eine nette Atmosphäre. Leider war es zumindest am Samstag so heiß, dass man nur ungern vor der Bühne stand und sich über jeden Schattenfleck freute. Mein Beileid an alle, die dort in der prallen Sonne arbeiten mussten.

Nun zu den beiden Hallen: Zunächst zur unteren, in der sich vor allem alle fanden, die mehr Platz brauchten: Schaukämpfer, Lagerleben, Nerffans und andere. Hier hatte man eindeutig mehr Platz und es war etwas weniger los. Dafür fand man eine wunderbare, mittelalterlich angehauchte Kampfarena und die Möglichkeit an Tanz- und Schaukampfworkshops teilzunehmen. Die AusstellerInnen haben sich hier viel Zeit genommen und allerlei Fragen zu Larp und Tabletop und Andres zu beantworten. Ein weiteres Highlight dieser Halle war die Let’s Play 4 Charity Stage, auf der unter anderem Mario Smash Brothers für einen guten Zweck gespielt wurde; eine nette Abwechslung im Konsum- und „oh dieses Larp klingt cool“-Rausch.

Die eigentliche Haupthalle 10.2 war sehr voll. So drängten sich Verkaufsstände für Cosplay, Larp, Tabletop und Pen&Paper neben AusstellerInnen für die kommenden Games, dazu kamen zwei Bühnen, Autogrammstände und zwei Workshopräume. Da es keine wirkliche thematische Verteilung gab und sich zwischen den verschiedenen Themenecken immer wieder Ausnahmen fanden, wirkte alles recht wirr und überfüllt. Die AusstellerInnen an sich waren sehr gut ausgewählt und boten schöne Schätze, wie besondere Messeangebote und Kostüme zu bestaunen.

Die Gamesstände wie Elder Scrolls Online, Square Enix, Daedalic und andere waren bis auf Square Enix, die mit einem recht großen Final Fantasy – Stand begeisterten, recht klein, aber um so persönlicher und netter. Mein Herz schlägt hier v.a. für das neue Daedalic-Spiel the long journey home und die Erweiterung für Elder Scrolls Online Morrowind. Anspielbar war beispielsweise auch das neue Spellforce III, das mich leider nicht so sehr fesseln konnte, wie die Vorgänger. Wir werden daher sehen, was noch kommt. Ein nettes Spiel könnte auch Kingdom Come Deliverance werden, ein Rollenspiel, das historisch akkurater sein soll, als alle bisherigen Spiele. Es sieht bisher gut aus, war jedoch nur über ein Video auf der Bühne vertreten.

Die zwei Bühnen waren zum einen die Buffedbühne, die Spiele wie Destiny 2 und eine Final Fantasy XV Challenge zeigten und die große Bühne, auf der verschiedenste Spiele vorgestellt wurden, dazwischen gab es einige Gesprächsrunden, wie eine tolle Runde mit einigen Darstellern aus Game of Thrones und Musikauftritte. Hier fand auch der Farben- und Kostüm prächtige Cosplaywettbewerb statt.

Weitere tolle Programmpunkte gab es bei den Pen&Paper und Tabletoprunden, die vor allem Neulingen ermöglichten, einmal in diese Systeme reinschnuppern und Vereine kennenzulernen, in denen sie Spielgruppen finden können. In den Workshopräumen fanden die verschiedensten Runden statt, so gab es Workshops zum Bau fantastischer Welten in Romanen, Arbeiten mit verschiedenen Materialien im Cosplaybereich, ein Leben mit Star Wars und welche Waffen in Game of Thrones verwendet wurden. Die Workshops wurden meist von begeisterten Vereinsmitglieder gestemmt, die sich hier ins kalte Wasser des neugierigen Publikums warfen.

Da ich selbst nicht cosplaye und auch nicht mehr sehr viel im Manga und Animebereich unterwegs bin, kann ich zu diesen AusstellerInnen und ZeichnerInnen nur sagen, dass sie alle, durch die Bank weg toll aussahen und ich noch nie zuvor eine Messe hatte, auf der ich eigentlich kein schlechtes oder unpassendes Kostüm gesehen habe.

Nicole

Kommentar von:

Redakteurin Indie und Horror

Zum Schluss bleibt eine kleine, aber feine Messe. Es wäre schön, wenn sie die Möglichkeit erhält noch weiter zu wachsen beziehungsweise mehr Platz, um sich in aller Pracht zu zeigen, denn das hätten die Rollenspieler aller Bereiche verdient. Auch die Kommunikation der Messe im Vorfeld könnte verbessert werden, so war das Programm doch erst sehr kurzfristig vor der Messe verfügbar.

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