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Messebericht von der gamescom 2017

Die gamescom 2017 ist vorbei hier findet ihr unsere Eindrücke

Alle Jahre wieder pilgern Spieler aus aller Welt nach Köln um die neuesten Spiele zu sehen und bestenfalls anspielen zu können. Die gamescom ist inzwischen zur internationalen Größe geworden und so fanden sich auch dieses Jahr wieder Massenweise hochkarätige Neuerscheinungen und Ankündigungen aber auch kleine Juwelen. Mit 305.000 Besuchern aus 106 Ländern und 919 Unternehmen aus 54 Ländern war die Messe auch wieder größer und Internationaler als je zuvor. Es mag auch dem Wahlkampf geschuldet sein, aber, dass die Kanzlerin dieses Jahr zum ersten Mal die Messe eröffnete zeigt auch, dass die gamescom und die Szene von der Politik als wichtig wahrgenommen werden.

Die Großen

Alles was Rang und Namen in der Computerspielbranche hat stellte das Neueste vom Neusten, aber auch alt bewährtes aus. So Beispielsweise Blizzard, deren Auftritt immer sehenswert ist. Zwar hatten sie kein neues Spiel im Gepäck, es konnten jedoch alle Spiele des Repertoires gespielt werden. Die größten Neuigkeiten waren wohl der neue Held Kel`Thuzad für Heroes of the Storm und der neue World of Warcraft Patch. Verglichen mit neuen Spieleknallern wie Ubisofts Assasins Creed Origins oder Far Cry oder auch Destiny 2 von der Schwesterfirma Activision ist das nicht sonderlich beeindruckend, dafür war die Halle wieder gewohnt Eindrucksvoll. Neben der großen Bühne und vielen riesigen Statuen beeindruckte vor allem der Nachbau des Dunkelmond Jahrmarktes aus WoW.


Ein weiteres Standhighlight war EA. Die riesige Arena in der die Neuerscheinungen des Publishers getestet werden konnten, wurde von riesigen Modellen aus Need for Speed Payback und Star Wars Battlefront 2 geschmückt. EA erhielt dafür auch den gamescom Award für die beste Booth.

Der Preisabräumer dieses Jahres kam aus dem hause Nintendo. Super Mario Odyssey gewann den Preis für best of gamescom, so wie bestes Nintendo Switch Spiel und Bestes Action Spiel.

Die Kleineren

Jedes Jahr wieder ist das Aufgebot an Indie Games eine wahre Fundgrube kleiner Prachtstücke. Das Zentrum der Indie Freuden bot wieder einmal die Indie Arena Booth, die dieses Jahr stark gewachsen war. Mit über 70 Entwicklern auf über 1000 Quadratmetern war für jeden etwas dabei. Von namhaften Publishern wie Daedalic und bekannten Titeln wie The Last Windmonk, dem zweiten Teil des erfolgreichen The Inner World, bis zu Kleinprojekten tummelte sich hier alles, was das Indieherz höher schlagen lässt. Um die Booth herum waren zudem viele weitere Indie Spiele anzutreffen. Neben dem Stand von 1C auch viele Einzelstände kleiner Entwickler und Gruppierungen wie Beispielsweise des Busan Indie Connect Festivals.

Der gamescom Award für das beste Indie Spiel ging in diesem Jahr an das Zombiespiel Double Kick Heroes.
Es gab auch Grund für besondere Freude. Ein Spiel aus den Indie Reihen hat es ganz groß versucht und es sieht stark danach aus, als würde es erfolgreich: Kingdom Come Deliverance. Nach vielen Jahren der Entwicklung und einer sehr erfolgreichen Kickstarter Kampagne, ist das Spiel inzwischen in aller Munde und hat mit Deep Silver auch einen namhaften Publisher gefunden. Dieses Jahr war Kingdom Come Deliverance zum ersten Mal mit einem eigenen Stand vertreten und erhielt sogar den gamescom Award für das beste Computerspiel.

Und die Alten

Halle 10.2 ist traditionell die leerste. Schließlich findet sich hier keines der heiß ersehnten neuen Spiele. Ein Blick lohnt sich trotzdem. Wie jedes Jahr haben hier viele Sammler alter Konsolen, Computer und Spiele mit viel Liebe ihre Juwelen ausgestellt und jeder kann sie probieren. Nicht nur konnte man in Kindheitserinnerungen schwelgen, es gab auch viele neue Spiele für alte Systeme. Hier findet sich eine ganz besondere sparte der Indie und Retro Entwickler. Die, die ihre Spiele nicht nur aussehen lassen, als würden sie vom Sega Megadrive stammen, sondern die sie tatsächlich für diese und viele andere alte Konsolen entwickeln.

Natürlich gab es noch viel mehr zu sehen. Da war das Rahmenprogramm in der ganzen Stadt mit Musik und Veranstaltungen. Und das Programm auf den vielen Bühnen auf der Messe selbst. Leider waren wir zu beschäftigt neue Spiele zu testen und konnten somit dieses Jahr wenig davon mitnehmen. Auf einen Bericht muss daher hier verzichtet werden. Wir haben aber viele Eindrücke mitgenommen, auf die wir gerne näher eingehen werden. Nicole und ich haben uns mit vielen Indie Entwicklern getroffen und werden in den nächsten Wochen nach und nach die Spiele in gamescom Previews vorstellen. Schaut also in nächster Zeit mal auf IndieDojo vorbei.

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