Serienkritk: Z Nation – Einleitung und Folge 1

Serien sind unser aller Alltag, schon als Kinder haben wir sie geschaut – die täglich oder wöchentlichen Abenteuer unserer Lieblingshelden oder der regelmäßigen Befriedigung unseres Wissensdurst. Somit sind Serien eigentlich die Vorstufe zum Videospiel, nur ohne Interaktivität. Aber machen genauso süchtig! Deshalb starte ich hier auf Lost in Games eine neue Blog Serie: Serienkritik!

Serienkritk: Z Nation – Einleitung und Folge 1

Gesamtwertung:

6.8 out of 10 stars (6,8 / 10)

Gerade neu gestartete Serien muss sich ja erstmal wer anschauen, um anderen sagen zu können, ob es sich lohnt, seine Zeit zu investieren und sich eine knappe Stunde vor den Fernseher oder den PC zu setzen. Das werde ich ab sofort für euch tun. Ich schaue sie mir an, nicht alle, halt die Serien, die mich selbst am meisten interessieren (oder ihr macht Vorschläge) und ich werde ein Serientagebuch führen. Stück für Stück oder besser: Folge für Folge werde ich für euch die Serie anschauen und berichten, was in der neuesten Folge geschah, was mir dabei gefallen hat oder ob es einfach nur Schrott war. Völlig subjektiv und unabhängig!

Lassen wir aber jetzt das große drumherum Gerede und fangen mit der ersten Serie an: Z Nation.

Z Nation ist eine Produktion des Pay-TV Senders SyFy und passt mir gerade sehr gut für den Start dieser Artikelserie, denn diese Serie interessiert mich ganz besonders. Es kommen Zombies vor, sie ist lustig, The Walking Dead hat noch immer Sommerpause und vor allem, Z Nation ist gerade erst gestartet und somit total neu und unverbraucht.

Unverbraucht? Naja, nicht ganz. Die Serie ist vielleicht neu, aber das Setting eher weniger. Wie weiter oben bereits erwähnt, geht es in Z Nation um Zombies. Also nicht um Zombies an sich sondern darum, dass (mal wieder) die Zombieapocalypse ausgebrochen ist und die Menschen ums nackte Überleben kämpfen. Dabei wird recht brutal gegen die Untoten vorgegangen – die übrigens, anders als in Walking Dead, eher von der schnellen Sorte sind – und in einer überschaubaren Gruppe versucht, den wichtigsten Überlebenden der Apokalypse von New York aus nach Kalifornien zu eskortieren. Denn dieser Überlebende trägt anscheinend das Mittel in sich, um die Zombieapokalypse zu stoppen. Denn er selbst wurde acht mal von Zombies gebissen und er lebt immer noch. Wir wissen ja alle: Wenn man von einem Zombie gebissen wird, wird man selbst zu einem und genau das ist unserem Antihelden Murphy – ja einfach nur Murphy – zugestoßen.

Wo wir bereits bei Episode 1 von Z Nation wären. Damit beginnt mein Serientagebuch zu Z Nation.

Folge 1: Puppies and Kittens

Z Nation Episode 1 Hammond

Was der Name dieser ersten Folge auf sich hat, wird einem erst etwas später klar. Zunächst erlebt man mit, wie Lt. Mark Hammond und sein Army Kollege gegen eine Horde von Untoten kämpft. Diese Serie wirft einen also direkt in den Kampf gegen die bösen Zombies. So ist es kein Wunder, wenn man erst einmal etwas hektisch von einer zu nächsten Szene geworfen wird und viele Zombies bluten sieht. Und wie die bluten.

Z Nation macht von Vornherein klar, dass es in dieser Serie nicht zimperlich mit Blutspritzern umgegangen wird. Aber zurück zu Hammond, der noch immer in einem bereits überrannten Gebäude nach einer Hand voll Wissenschaftlern sucht, die gerade dabei sind, an ein paar Straftätern Experimente durchzuführen Die Gesetzlosen wurden von der Regierung nicht ins Gefängnis gesteckt sondern für Menschenversuche freigegeben, um ein Gegenmittel gegen das Zombie-Virus zu finden. Hammond mahnt, dass nicht viel Zeit bliebe und die drei Häftlinge einfach ihrem Schicksal überlassen werden sollten, aber die Wissenschaftler brennen darauf, ihre neuen Antigene zu testen. Patient Gefangener eins und zwei sterben bei dem Versuch. Beim dritten schaffen sie es noch, das Medikament zu verabreichen, bevor die Zombies, die von Hammonds Kollegen nicht aufgehalten werden konnten, den Raum stürmen.

Z Nation - Murphy

Der Soldat und eine Wissenschaftlerin schaffen es, aus dem Gebäude heraus zu kommen, doch Hammond will dem armen Mann, der gefesselt auf einer Trage liegt und bereits von Zombies angeknabbert wird, die Gande erweisen,  nicht als Zombie wiederkehren zu müssen. Doch in dem Gefangenen Murphy entdeckt Hammond die neue Hoffnung für die Menschheit.

Aber ich habe jemanden vergessen: Private First Class Simon Cruller. Der aufgeweckte NSA Mitarbeiter, der in der Antarktis sitzt, sich den Po abfriert und zu Beginn der Folge noch Hammond mitgibt, dass die Wissenschaftler und ihre Forschungen nach Kalifornien gebracht werden müssen. Dorthin, wo die letzte Forschungseinrichtung besteht. Simon will die Station in der Arktis mit seinen Kollegen verlassen, doch er kommt zu spät zum Start des Flugzeugs – was sein Glück ist. Noch während er sich ärgert, dass seine tollen Freunde ohne ihn abhauen, muss er mit ansehen, wie das Flugzeug in dem schweren Schneesturm abstürzt und er somit der letzte Überlebende seiner Einheit ist.

Z Nation Simon

Ab dem Moment überwacht er dank der NSA Technologie und dem Weltumfassenden Netz an Überwachungskameras alles und kann sich über jedes Funknetz mit der Außenwelt verbinden. Somit ist er nicht ganz allein im ewigen Eis.

Aber die erste Folge hat noch mehr Charaktere auf Lager. Anders als The Walking Dead, mit der sich Z Nation vergleichen lassen muss, wird man nicht langsam an eine steigende Zahl an Protagonisten heran geführt. In Z Nation geht es schlag auf Schlag. Hammond, Murphy, Cruller und wir kommen in New York an, ein Jahr später.

Hier wird ein wesentlicher Aspekt der fortschreitenden, neuen sozialen Kompetenzen deutlich: Es ist Nanas Beerdigung. Eine junge Familie feiert, während Nana im Bett liegt und bereit ist, den Löffel abzugeben. Denn es ist ein „Akt der Gnade“, niemanden als Zombie enden zu lassen. Also wird Nana von Roberta erschossen. Und alle freuen sich, ich musste irgendwie schmunzeln. Roberta ist übrigens eine weitere Protagonisten, die uns wohl noch etwas weiter während der Serie begleiten wird. Sie gehört zu einer kleinen Gemeinde, die es sich in der Nähe von NY gemütlich gemacht hat und es einigermaßen hinbekommt, hinter ein paar hohen Zäunen zu überleben. Roberta selbst gehörte mal der Army an und ist deshalb für den Schutz der Siedlung mitverantwortlich. Charles Garnett, ebenfalls wichtiger Charakter, ruft Roberta zum Fluss, da dort jemand Flussabwärts geschippert kommt. Die beiden finden Hammond und Murphy in einem kleinen Boot vor und nehmen sie erstmal mit ins Lager.

Bis hierhin verläuft die Folge recht ruhig, aber dann dürfen wir uns nochmal köstlich amüsieren, während Simon mit seiner „süßen Maus“ telefoniert (höchstwahrscheinlich eine Aufzeichnung aus der Pre-Apocalypse Zeit), dann treffen wir auf Addy, Mack und weitere Überlebende, die gerade ein paar Geschäfte mit Waffen abwickeln. Addy zeigt dann auch eindrucksvoll, wie sie mit einer Stachelbesetzten Keule den Zombies ordentlich den Schädel zertrümmern kann. Als es ein paar viele Untote werden, ziehen sie, Mack und der Doc ab. Zwischenzeitlich fragt man sich sicherlich, was aus Hammond und Murphy geworden ist. Naja. Nach einer etwas längeren Rede von Hammond über die letzte Hoffnung der Menschheit und wie wenig seines oder das Leben aller im Camp wert wären gegenüber dem von „der letzten Hoffnung der Menschheit“ getauften Murphy, entscheiden Roberta und Charles, die beiden ein Stück weiter zu bringen. Doch während sie das tun, finden zwei Überlebende eine Meute Zombies, die augenscheinlich tot im Fluss treiben. Aber es war für den geneigten Zuschauer voraus zu sehen, dass diese Zombies keinesfalls tot sind. Hunderte springen auf einmal auf und überrennen das Camp.

Hammond, Murphy, Roberta, Charles, Add, Mack und der Doc sind heimatlos. Und die erste Schwelle wird überschritten. Während es in the Walking Dead und anderen Zombieflmen höchstens Andeutungen gibt, dass Kinder und auch Babys zu Zombies geworden sind, wird in Z Nation ein ganzer Bus voller Kinder infiziert und diese Jagen unsere Helden auch noch. Aber der Höhepunkt war für mich, als in einem gefallenen Militästützpunkt ein Baby gefunden und gewissermaßen wieder verloren wird, als sich dieses ebenfalls in einen Zombie verwandelt. In dem Moment war ich mir nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Aber spätestens, nachdem Hammond von dem Baby und seiner Mutter gefuttert wird, die übrige Truppe Hammond den „Akt der Gnade“ erweist und Simon von der Arktis aus die Anweisung gibt, Murphy nach Kalifornien zu bringen und danach zum DJ „Citizen Z“ avanciert, der ab sofort die Welt mit seinen Witzen und Liedern aufmuntern wird, erkennt man, dass Z Nation absichtlich überspitzt auftreten will.

Und das finde ich auch gut so. Der Stil, die Bilder. Vieles kommt einem bekannt vor, wenn man „The Walking Dead“ kennt. Aber während Kirkmans Comic Verfilmung die bittere Realität einfängt und darstellt, welche Abgründe sich in der Seele eines Menschen auftun, wenn es ums reine Überleben geht, will Z Nation provozieren, Unterhalten und einfach eine gute Zombie Serie sein. Und das darf sie auch. Z Nation ist die genau richtige Mischung aus der Ernsthaftigkeit eines TWD und dem Witz eines Zombielands.

Und daher denke ich, auch nach einer Folge sagen zu können, dass Z Nation durchaus eine Daseinsberechtigung neben TWD hat. Mich hat Z Nation nach dieser ersten Folge angefixt und ich freue mich auf die zweite Folge, über die ich an dieser Stelle dann wieder berichten werde.

Spannung:
7 out of 10 stars (7,0 / 10)
Action:
8 out of 10 stars (8,0 / 10)
Effekte:
5 out of 10 stars (5,0 / 10)
Geschichte:
7 out of 10 stars (7,0 / 10)
Durchschnitt:
6.8 out of 10 stars (6,8 / 10)
Val

Kommentar von:

Redaktionsleitung / Administration

Diese erste Folge hatte es schon in sich. Mir gefiel der vertraute Stil und die neue Art Humor in einer Zombieserie. Mal schauen ob Z Nation The Walking Dead vom Thron schubsen kann.

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