Vater hackt Zelda A Link to The Past für seine Tochter, damit Link auch weiblich sein kann

Solche Väter braucht das Land: Da man in The Legend of Zelda: A Link to the Past nicht auswählen kann, ob man einen Jungen oder ein Mädchen spielen will, hat ein Vater das Spiel einfach gehacked.

Vater hackt Zelda A Link to The Past für seine Tochter, damit Link auch weiblich sein kann

Ich denke, viele haben sich schon gefragt, warum es nie eine weibliche Form von Link in einem Zelda Spiel gab (Linkle schließen wir aus, die soll ja nur ne Cousine sein und ich bezweifle, dass wir so schnell ein The Legend of Zelda Spiel mit ihr bestreiten). Wir spielen oft Rollenspiele oder Adventures und beginnen uns mit dem Helden zu identifizieren. Der Held wird unser Avatar und wir wollen im Spiel handeln, wie wir es im wahren Leben tun würden. Nur wenn man als Mädchen vor dem Bildschirm sitzt und der Held ständig als Junge bezeichnet wird, könnte das mit dem identifizieren schwer werden.

Das hat sich auch der Kotaku Leser Tony gedacht, welcher sich erhofft, dass seine Tochter eines Tages die Klassiker wie A Link to the Past spielen wird. Wenn sie das tut, erwartet sie eine kleine Überraschung. Denn Tony hat sich kurzerhand das Modul geschnappt und angefangen, den Quellcode umzugestalten. Jede männliche Anrede des Helden im Spiel, wurde durch eine geschlechtsneutrale Anrede ausgetauscht. Dank der 16-Bit Grafik des SNES ist es nämlich nicht notwendig, an dem Charakter-Modell etwas zu ändern. Der pixelige Link könnte auch als Mädchen durchgehen.

Ich wühlte mich durch alle Ingame Texte und ersetzte alle männlichen Anreden von Link mit neutralen. Damit es keine Bugs oder Glitches gibt, musste ich jedes Wort durch eines mit der exakt gleichen Anzahl an Buchstaben ersetzen. So wurde aus „boy“ und „son“ ganz einfach „kid“. An manchen stellen musste ich kreativer werden, ich konnte ja nicht einfach „he“ durch „she“ ersetzen. Also nutze ich das Alt-Englische Wort „ye“, was in Links Fall durchaus funktionieren sollte und ihn somit als den Avatar des Spielers besser darstellen kann.

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Warum Tony auf eine geschlechtsneutrale Anrede setzt und nicht einfach auf weiblich änderte, wenn der Hack doch für seien Tochter sei, antwortete er, dass der Hack für alle sei, nicht nur für seine Tochter.

Ich glaube, dass die öffentliche Diskussion über Videospiele, in denen man sich das Geschlecht aussuchen kann, die Transgender-Gemeinde bisher ausgeschlossen hat. Mit den neutralen Texten aus meinem Hack, spreche ich auch Leute an, deren Geschlechtsidentitäten etwas komplizierter sind.

Quelle: Kotaku

Roland

Kommentar von:

Redaktionsleitung / Administrator

Das ist eine ziemlich coole Sache. Klar, ich als Junge habe mich nie an solchen Details gestört und Link war schon immer ein Junge für mich. Aber den Spielern die Wahl zu lassen, welches Geschlecht ihr Held haben soll, ist die richtige Richtung.

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