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Star Trek: Alien Domain im Test

Wer Lust auf ein Online-Strategie Spiel im Star Trek Universum mit einem Klingonen gegen Föderation PvP Modus hat, sollte sich Star Trek: Alien Domain auf Facebook ansehen.

Während ich hier schreibe, befindet sich meine Flotte gerade auf dem Weg zum nächsten fluiden Sektor, um diesen zu erkunden. Wir sind nämlich, wie bereits einige vor uns, von Spezies 8472 in den Fluiden Raum gezogen worden. Dies ist im übrigen bereits dem Raumschiff Voyager passiert. Im Spiel Star Trek: Alien Domain sind diese Außerirdischen allerdings wesentlich aggressiver und erschweren uns regelmäßig mit ihren Bioschiffen das Leben.

Zurück zum fluiden Sektor, welcher nur einer von derzeit 21 Sektoren ist (plus einem für PvP Events) wovon 20 bereist werden können. In meinem Fall ist es nämlich die Basis der Klingonen, zu der ich nicht fliegen kann – aber das wäre auch töricht, nicht wahr?

Klingonen und Föderation im Krieg, das gab es schon länger nicht mehr, aber hier im Fluiden Raum gelten andere Gesetze. Gerade spreche ich davon, werde ich auch angegriffen. Innerhalb des Sektors gibt es ungefähr 15 Wurmlöcher, welche wiederum tiefer in den Fluiden Raum weisen. Hier finden sich dann auch Fluide Sternensysteme mit unterschiedlicher Anzahl an Planeten und genau da war ich gerade, als eine Klingonische Flotte mich angegriffen hat.

Und dahinter sitzt ein anderer Spieler, der mich mittels Scan in dem Sternensystem entdeckt hat. Da ich aber aufgepasst habe, konnte ich ihn vernichten – dies ist auch die einzige Gelegenheit, eine Flotte wirklich zu zerstören, aber dazu später mehr.

Klick dich durchs Weltall

Die Steuerung von Star Trek: Alien Domain ist einfach. Es lässt sich alles mit Mausklicks bedienen, in den Kämpfen kann man sogar die Skills mit der Tastatur auswählen. Da es nie hektisch wird, passt die Maussteuerung also sehr gut. Manchmal muss man den Mauszeiger etwas versetzt zu der Schaltfläche positionieren, um sie zu “treffen” – das passiert aber nur, wenn man nicht im Vollbildmodus spielt. Der Vollbildmodus ist auch optisch zu empfehlen.

Trotz dessen, dass es ein Browserspiel ist, kommt man sehr gut von einem Ort zum nächsten. Man kann schnell zwischen den Kolonien hin- und herschalten, hat mit einem Klick wieder seine Flotte auf dem Schirm oder sucht sich das neue Reiseziel für diese aus. Die Menüs sind übersichtlich und in jedem gibt es ein kleines ? welches einem offenbart, was man da gerade eigentlich tun kann.

Kulisse für die Ohren

Man fühlt sich in das Star Trek Universum durch die Musik und typische Soundeffekte hineinversetzt, allerdings könnte es hier mehr Abwechslung geben. Es ist nicht nervig und sogar irgendwie entspannend, aber wenn man oft das Gleiche tut, muss man eben auch mit den gleichen Sounds leben. Die Effekte sind gut platziert, wenn man gerade etwas anderes nebenbei macht, weil die Flotte gerade von A nach B fliegt, gibt es einen Benachrichtungston, wenn diese ihr Ziel erreicht hat. Captain bitte auf die Brücke!

Star Trek in 2D

Die Grafik ist für ein Facebook Spiel gut, es sind eben 2D Modelle von Raumschiffen und Planeten, von denen man nicht zuviel erwarten sollte. Insgesamt passt der Stil aber gut zusammen und vor allem zu Star Trek. Die Anzeigen sind dezent und wirken eben technisch und die Charakterbilder sind handgezeichnet. Sehr angenehm, dass man hier nicht wieder irgendeinen bunten Comic-Look vorgesetzt bekommt, wie es bei den meisten Facebook Spielen der Fall ist.

Genügsamer Spieler oder Wallet-Warrior?

Dabei bleibt der Schwierigkeitsgrad fair, ab und zu muss man ein paar Sektoren erneut durchkämmen, damit der Captain ein höheres Level erreicht oder die Flotte stärker wird, um sich mit den neuen Gegnern messen zu können. Denn ohne Kämpfe geht hier gar nichts. Jeder Sektor muss erkundet werden, bevor man durch das Wurmloch fliegen kann und das bedeutet: Kampf gegen die organischen Raumschiffe der Spezies 8472.

Der Unterschied zu anderen Spielern wird eigentlich nur deutlich, wenn man an den Serverweiten Events teilnimmt. Dazu gehört unter anderem ein PvP Event, bei dem man Planeten mit der eigenen Fraktion einnimmt und dabei gegen die andere Fraktion spielt. Der ein oder andere Spieler ist dann vielleicht schon bei einem neuen Server ziemlich stark und werden als Wallet-Warriors bezeichnet. Das sind Spieler, die echtes Geld in Star Trek: Alien Domain gesteckt haben und dadurch ein paar Dinge schneller und besser machen können. Das Gute daran ist: Man kann alles auch ohne Geld zu investieren erreichen, denn die Credits, die man sich für Echtgeld kaufen kann, findet man auch so im Spiel – nur eben nicht so häufig. Die Alternative ist, mehr Zeit in das Spiel zu investieren. Glücklicherweise ist der Ressourcen-Austoß der Planeten für alle Spieler gleichermaßen geregelt und begrenzt die Wallet-Warriors damit genauso wie die Nichtzahler. Wer kein Deuterium mehr hat, kann auch keine weiteren Erfahrungspunkte sammeln, weil man keine Erkundungen mehr fliegen kann. Der Vorsprung ist also nicht endlos.

Es gibt viel zu tun

Die Geschichte wird in Form von Missionen erzählt und ist gerade am Anfang ein guter Einstieg in die Spielmechanik – verrät dabei aber bei weitem nicht alles. Einige Dinge bleiben unerklärt und wenn man sich dann selbst mehr mit dem Spiel beschäftigt, stellt man fest, dass es komplexer ist, als es auf den ersten Blick wirkt. Es gibt ein paar Tutorials, die man extra anschauen kann, um im Spiel voran zu kommen. Zum Beispiel, was man alles tun kann, damit die eigene Flotte stärker wird und man Kämpfe wieder als Sieger abschließt.

Hier ist auch Taktik gefragt, an welcher Stelle platziere ich mein Flagschiff, welche Offiziere und Waffen setze ich in welches Schiff ein. Mit Anfangs 3, mit Stufe 30 dann 4 Raumschiffen kann man in die Schlacht ziehen. Kämpfe funktionieren automatisch, die beiden Flotten greifen sich beinahe abwechselnd an und mit speziellen Fähigkeiten, die von der Bewaffnung und dem Schiffstyp des Flagschiffs abhängen, kann man zusätzlich eingreifen.

Für das alles benötigt man Ressourcen, welche man auf der Startkolonie und weiteren Planeten, die man Kolonisieren kann, erhält. Aber dafür muss erst geforscht werden, was wiederum auch Ressourcen kostet – und Zeit zum forschen. Wer nicht so lange warten will, gibt eben Credits dafür aus. Jede Kolonie kann mit Gebäuden bestückt werden, welche wiederum aufgewertet können. Außerhalb des Anfangssektors kann man zudem Verteidigungsanlagen aufbauen, damit einem beim Angriff durch fremde Spieler nicht zuviele Ressourcen abhanden kommen. Das ist nämlich Teil des freien PvPs: Man kann Flotten und Kolonien der anderen Fraktion angreifen und bekommt dafür extra Punkte, von denen man sich spezielle Gegenstände kaufen kann. Im freien PvP sind die Schiffe (zum Glück die Waffen nicht, die man vorher mit Gegenständen aufgewertet hat) endgültig hin, wenn man auf Erkundung geht, darf man kaputte Raumschiffe wieder reparieren.

Es gibt tägliche Belohnungen fürs einloggen und das abarbeiten bestimmter Dinge, die man im Spiel tun kann, auch bekommt man für eine bestimmte Zeit an Onlineaktivität Gegenstände zur Verfügung gestellt. Wer dies also regelmäßig tut, kommt dadurch auch gut voran. Die Server-Events sind immer zu bestimmten Uhrzeiten, so kann man sich darauf einstellen. Einziges Manko ist dabei die Serverstabilität – es kam während unseres Tests sehr häufig vor, dass nach dem Starten des Boss-Events gar nichts mehr ging und auch das neu Aufrufen des Spiels keine Besserung gab. Dafür wurden aber bereits als Entschädigung zusätzliche Gegenstände an alle Spieler verschickt, unter anderem auch VIP-Tage, die man sonst nur für Echtgeld erhalten kann und einem Abo ähneln.

Macht süchtig

Star Trek: Alien Domain ist wie die meisten Facebook Spiele ein Grinder, allerdings muss man sich schon überlegen, wo man seine Ressourcen reinsteckt. Ein wenig Strategie-Gefühl sollte man schon haben – und kein Problem mit der englischen Sprache, denn das Spiel ist komplett in englisch.

Wenn man Ressourcen zusammenspart, um sich endlich das neue Raumschiff bauen zu können oder unbedingt alle 3 Sterne in den Elite-Kämpfen erreichen will, wird man nicht nur mit einem kleinen Erfolg für sich selbst belohnt, sondern bekommt dann noch eine Kiste voll mit Gegenständen, war es ein guter Tag. Selbst wenn man nicht jeden Tag in das Spiel schaut, kann man vorankommen und man muss auch nicht gleich Stunden am Stück davor sitzen, denn hier vergammelt kein Gemüse. Deshalb ist Star Trek: Alien Domain ein willkommener Lückenfüller.

Mehr Screenshots zu Star Trek: Alien Domain könnt ihr in unserer Bildergalerie sehen.

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