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Square Enix möchte Lokalisation durch Crowdfunding finanzieren

Die Lokalisation für ein Spiel ist kostspielig. Daher überlegen vor allem japanische Publisher drei mal, ob sie ein Spiel für den Westen lokalisieren, da die Gefahr zu groß ist, dass das Spiel nicht genügend verkauft wird. Jetzt soll Crowdfunding helfen.

Viele von uns waren sicherlich enttäuscht, dass das Kingdom Hearts 1 HD Remake nicht mit deutscher Synchronisation erschienen ist. Und dabei handelte es sich noch um einen Blockbuster, bei dem man keine Angst haben musste, dass sich der Titel schlecht verkauft. Aber was ist mit Nieschentiteln, die zwar auch im Westen ihre Fans haben aber es einfach zu wenige sind? Hier wird es schwierig bis unmöglich, das Risiko abzuschätzen, ob sich eine Lokalisation rechnen wird. Daher bringen viele japanische Publisher ihre Spiele erst gar nicht auf dem westlichen Markt heraus. Auch wenn ihnen die Chance damit entgeht, sich bei uns eine Fanbasis aufzubauen.

Phil Rogers, CEO von Square Enix Europe, wurde in einem Interview mit dem Magazin Game Informer auf die Idee gebracht, die Lokalisation doch per Kickstarter und Co. finanzieren zu lassen. Die Fans beteiligen sich an den Kosten und dafür kommt das Spiel auf jeden Fall im Westen heraus. Den Vorschlag fand Rogers sehr gut:

Ich glaube, das ist eine wirklich sehr interessante Idee. Ich würde das sehr gerne ausprobieren und damit arbeiten, so dass wir einen Weg finden, um die Wünsche der Fans erfüllen zu können.

Rogers lobte zudem die Fans von Square Enix, die er als vernünftig und verständnisvoll bezeichnet:

Sie verstehen die Dinge, und wenn wir etwas erklären, sagen sie häufig ‚Oh, das verstehe ich, danke fürs erklären!‘. Die Fans wissen, dass Lokalisierungen komplex und sehr teuer sind – man kann nicht, wie Du schon sagst, einfach nur einen Google Translator nehmen.

Für ein solches Projekt, müsste Square Enix zunächst ein Finazierungsziel aufstellen, dann muss es die Nachfrage der Fans geben. ist beides gegeben, ließe sich eine derartige Finanzierung sicherlich angehen:

Ich denke, dass ist eine Partnerschaft, die sich auf sehr natürliche Weise aufbauen lässt. Ich würde wirklich gerne sehen, wie wir das bewerkstelligen können.

Die Idee, die Fans an Spielen mitwirken zu lassen ist nichts Neues, aber die Fans die Lokalisierung zu unterstützen sicherlich ein Schritt, der beide Seiten zufrieden stellen könnte, man darf gespannt sein.